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Pathophysiologie der VTE

Die Bildung und Ausbreitung von Venenthromben wird mit einem oder mehreren Faktoren assoziiert, die auch als Virchow-Trias bezeichnet werden.

• Venöse Stase • Gefäßwandtrauma oder Gefäßwandanomalie • Erhöhtes Blutgerinnungsrisiko.

Virchow-Trias

Venöse Stase

Eine Verlangsamung der Blutzirkulation kann in den unteren Extremitäten zu venösen Stauungen führen, die bei eingeschränkter Mobilität, beispielsweise durch Bettlägerigkeit, oder bei externer Kompression durch vergrößerte Lymphknoten, Tumore oder frühere Thrombosen auftreten können (1).

Verletzung der Blutgefäße

Das Gefäßendothel (Innenhaut) sorgt für eine natürlich glatte Schutzschicht zwischen dem zirkulierenden Blut und dem thrombogenen Gewebe darunter. Wenn eine Gefäßschädigung diese Schutzschicht verletzt, kommt es zu einer Thrombozytenaggregation und -adhäsion, die den Prozess der Blutgerinnselbildung einleiten. Eine Endothelschädigung kann durch eine vorangegangene tiefe Venenthrombose (TVT), eine venöse Distension, ein Trauma oder eine Operation hervorgerufen werden.

Hyperkoagulabilität

Veränderungen in der Blutchemie, welche die Gerinnungsneigung erhöhen, können durch eine Reihe von Faktoren wie Dehydrierung, Malignität, Operation oder Trauma, Östrogentherapie oder systemische Entzündungskrankheiten entstehen.

Das Risiko erkennen und bewältigen

Es ist davon auszugehen, dass mindestens 50 % der stationären Krankenhauspatienten einen oder mehrere Risikofaktoren aufweisen (2) und sich ohne jegliche Form der Prophylaxe bei 20 % bis 80 % eine venöse Thromboembolie (VTE) entwickelt (3). Da eine VTE potenziell vermeidbar ist, Millionen von Patienten weltweit davon betroffen sind (2, 4) und die Haupttodesursache bei stationären Patienten darstellt (3), ist eine wirksame Prophylaxe unerlässlich.

Literaturangaben

  1. Turpie AG, Chin BS, Lip GY. Venous thromboembolism: pathophysiology, clinical features and prevention. BMJ. 2002; 325: 887-890.
  2. Cohen AT, Tapson VF, Bergman J-F et al. Venous thromboembolism and prophylaxis in the acute hospital setting (ENDORSE study): a multinational cross-sectional study. Lancet. 2008; 371: 387-394.
  3. GeertsWH, BergqvistD, PineoGF, et al. Prevention of venous thromboembolism: American College of Chest Physicians Evidence-Based Clinical Practice Guidelines (8th edition). Chest. 2008;133 (6 suppl): 381S–453S.
  4. Heit J, Cohen A, Anderson FJ. Estimated annual number of incident and recurrent, non-fatal and fatal venous thromboembolism (VTE) events in the US. Blood. 2005; 106: 267A.