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Die Arjo-Mobilitätsgalerie

Die Mobilitätsgalerie ist ein Bewertungs- und Kommunikationswerkzeug, das auf fünf verschiedenen Stufen funktioneller Mobilität beruht, die von völlig mobilen und unabhängigen Bewohnern/Patienten bis zu solchen reichen, die vollständig bettlägerig sind. Sie werden in alphabetischer Reihenfolge von Albert bis Emma benannt.


Die Mobilitätsgalerie ist als Unterstützung bei der Entwicklung eines höheren Pflegestandards gedacht, der aus den Erkenntnissen über – und der Überwachung der – Erfordernisse und Vorbedingungen dieser Form der Pflege und der Gesundheit der Pflegekräfte herrührt. Entscheidungen in Bezug auf die Pflege und Versorgung basieren vorzugsweise auf Beurteilungen des Bewohners/Patienten, und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es den typischen Bewohner/Patienten nicht gibt. Um die Versorgung unserer Bewohner/Patienten planen zu können, müssen diese Entscheidungen bewusst getroffen und sorgfältig abgewogen werden. Anders gesagt bedarf es, abgesehen von einer auf jeden einzelnen Menschen zugeschnittenen Versorgung, auch einer Form von Standardisierungssystem. Ein Klassifizierungssystem kann ein Bestandteil dessen sein.

Die fünf Mobilitätsstufen bilden die Grundlage für die Mobilitätsgalerie. Mobilität zu stimulieren und letztendlich Passivität zu respektieren, sind für die Versorgungsqualität von entscheidender Bedeutung (Lahmann et al., 2014).

 

Hintergrundinformationen

Von Ärzten und Medizinern wird gemeinhin anerkannt, dass eine umfassende funktionelle Einstufung der Mobilität von Bewohnern bzw. Patienten die Grundlage dafür darstellt, deren körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit sowie deren Lebensqualität zu optimieren. Dies wurde auch empirisch durch entsprechende Studien belegt. (Hawes et al., 1997, Wald et al., 2018).

Durch die Einführung des Bewertungssystems Resident Assessment Instrument (RAI – Instrument zur Einstufung von Pflegebedürftigen) in den Langzeitpflegeeinrichtungen in den USA konnten die Ergebnisse für Bewohner/Patienten in vier entscheidenden Bereichen deutlich verbessert werden: ADL-Funktionen (Funktionen des täglichen Lebens), kognitive Funktionen, Kontinenz und Beteiligung an sozialen Aktivitäten (Phillips et al., 1997). Als solches erweist sich das RAI als wertvolles Tool für die Qualitätsüberwachung und die Weiterleitung der entsprechenden Informationen an Programme und Initiativen zur Qualitätsoptimierung (Hutchinson et al., 2010).

Darüber hinaus wurde ein erhöhtes Potenzial für eine verbesserte Leistungsfähigkeit bei den Bewohnern festgestellt. Die Entwicklung der Arjo-Mobilitätsgalerie basiert teilweise auf diesem RAI (Benutzerhandbuch für RAI MDS Long-Term Care Facility Resident Assessment Instrument 3.0, Version 1.16, Oktober 2018), das validiert und in den ISO/TR 12296:2012 aufgenommen wurde.

 

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